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Was haben Sie heute Morgen bereits gemacht? Einen Kaffee gekocht, zur Arbeit gefahren und eine email und SMS versendet?
Auch wenn es uns nicht bewußt ist, Erdöl war dabei immer im Spiel. Vom Benzin fürs Auto bis zum Plastik aus dem die Kaffeemaschine, Autoteile, Computer oder ihr Handy gemacht sind. Unser Lebensstandard steigt immer weiter und hängt in vielen Bereichen vom Erdöl ab. Doch die Erdölvorräte sind begrenzt und der negative Einfluß der Nutzung fossiler Brennstoffe auf die Umwelt wird immer deutlicher.
Auch Pflanzen können Energie, Treibstoffe und Produkte liefern, und dazu beitragen unsere Umwelt schonender zu nutzen. Heute wird eine internationale Gruppe von Wissenschaftlern berichten, welche Möglichkeiten es gibt. Das EPOBIO Projekt, an dem auch Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie arbeiten, veröffentlicht die erste Serie von Berichten, die die zahlreichen Möglichkeiten zur Nutzung von Pflanzen aufzeigt.
Pflanzen sind „grüne Fabriken“ die die Energie des Sonnenlichts nutzen, um Rohstoffe herzustellen, aus denen Treibstoffe, Plastik und eine Reihe anderer Produkte preisgünstig und in großer Menge gefertigt werden können. Die EPOBIO Berichte zeigen, wie Pflanzen und ihre Produkte nutzbar sind, um aus Erdöl hergestellte Materialien zu ersetzen. Pflanzliche Zellwände stellen die größte erneuerbare Ressource der Erde dar. Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie untersuchen wie Zellwände effektiver als Rohstoffquelle für neue Produkte genutzt werden können.
Projektleiter Professor Markus Pauly, und Dr. Ralf Möller, Autor des Berichtes, sagten: „Ein detailliertes Verständnis darüber, wie Pflanzen ihre Zellwände aufbauen, ist nötig um Pflanzen mit höherem Ertrag oder besseren Verarbeitungseigenschaften auszuwählen oder herzustellen. Diese Forschung kann dazu beitragen unsere Gesellschaft in Zukunft nachhaltig mit Produkten und Treibstoffen zu versorgen.“
Biopolymere: Alternative Quellen für Kautschuk:
Pflanzenöle: Schmiermittel aus Pflanzenöl:
Die Direktorin von EPOBIO, Professor Dianna Bowles sagte “Die zwei größten Probleme unserer Gesellschaft sind unsere Abhängigkeit von begrenzten fossilen Energieträgern und der Klimawandel. Pflanzen könnten uns mit allen Rohstoffen versorgen die heute aus Mineralöl hergestellt werden. Dadurch können wir für die Zukunft eine nachhaltige Gesellschaft aufbauen und die aktuellen Probleme wie steigende Energiekosten, Versorgungsunsicherheit und negative Umwelteinflüsse schon heute in Angriff nehmen.”
Das Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie ist einer von 12 Partnern im EPOBIO Projekt. Die Experten aus Pflanzenwissenschaften, Umweltwissenschaften, Sozialwissenschaften und Ökonomie arbeiten zusammen, um Pflanzenprodukte zu identifizieren die in den nächsten 10-15 Jahren auf den Markt kommen und einen positiven ökologischen und ökonomischen Einfluß haben können. EPOBIO ist ein internationales Projekt um das ökonomische Potential von Pflanzenmaterial darzustellen und um die Prioritäten für die Forschung in den Biowissenschaften in diesem Bereich festzustellen. Das EPOBIO Projekt besteht aus 12 europäischen und amerikanischen Partnern unter der Leitung des Zentrums für neue landwirtschaftliche Produkte an der Universität York, Großbritannien (Centre for Novel Agricultural Products at the University of York, UK). Das Projekt wird innerhalb des sechsten Forschungsrahmenprogramms der Europäischen Kommission mit € 1.4 Millionen gefördert und beinhaltet eine Kollaboration mit dem United States Department of Agriculture.
© Copyright 2006, CNAP Policy Statements
Updated
27 February, 2008
by CPL Press - web@epobio.net
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